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Die schwedische Nationalbibliothek

Schwedens Nationalbibliothek heißt auf Schwedisch Kungliga biblioteket (die Königliche Bibliothek). Die Bibliothek hat die Aufgabe, alle Tondokumente, Bilder und die sonstige in Schweden veröffentlichte Druckproduktion zu sammeln und aufzubewahren.

Die Sammlungen der Bibliothek können von jedermann benutzt werden, aber sie ist in erster Linie für Studenten und Forscher gedacht. Objekte, die Teil der schwedischen Sammlung sind, dürfen nicht nach Hause ausgeliehen werden, Bücher und andere Schriften können allerdings in den Lesesälen der Bibliothek studiert werden. Sämtliche Bücher stehen in Büchermagazinen und müssen daher im voraus angefordert werden.

Die schwedische Sammlung

Die schwedische Sammlung der Bibliothek umfasst knapp 20 Millionen Exemplare. Außer Büchern, enthält sie unter anderem Poster, Bilder, Handschriften und Reklame. Die audiovisuelle Sammlung besteht aus mehr als 7 Millionen Stunden aufgenommenem Material.

Teil der Bibliotheksbestände sind auch Personenarchive, beispielsweise das von Astrid Lindgren, August Strindberg oder Dag Hammarskjöld.

Die Pflichtexemplare

Laut des geltenden Pflichtexemplargesetzes müssen alle Herausgeber von gedrucktem Material ein so genanntes Pflichtexemplar ihrer Druckerzeugnisse, die in Schweden verbreitet werden, zur Nationalbibliothek und an sechs andere wissenschaftliche Bibliotheken schicken. Die Musik-, Film-, Fernseh- und Radioproduzenten müssen auf dieselbe Art und Weise Kopien an die Bibliothek abgeben. In gewissen Fällen müssen jedoch nur Teile der Sendungen geliefert werden.

Das Gesetz stammt aus der Kanzleiordnung von 1661, die allen Buchdruckern des Landes auferlegte, zwei Exemplare jeder von ihnen gedruckten Schrift an die königliche Kanzlei zu senden. Von diesen wurde ein Exemplar an das Reichsarchiv (Riksarkivet) und das andere an die Kungliga Biblioteket weitergereicht. Diese Verordnung diente jedoch eher der Überwachung und möglichen Zensur als Bibliothekszwecken, d.h. Schriftstücke für die Nachwelt zu bewahren.

Bibliothekarische Zusammenarbeit

Als Behörde hat die Kungliga Biblioteket die nationale Verantwortung für die Koordination und Entwicklung der Informationsversorgung im Bereich der höheren Bildung und der Forschung. Unter anderem ist die zentrale Vereinbarung kollektiver Lizenzverträge, um den Zugang zu den verschiedenen Datenbanken zu erleichtern, eine Aufgabe der Kungliga Biblioteket.

Besondere Arbeitsgruppen an der Kungliga Biblioteket, die aus Experten und Fachleuten bestehen, arbeiten mit Fragen die das Bibliothekswesen betreffen, beispielsweise Projekte wie die Digitalisierung und den Unterhalt des schwedischen Verbundkataloges LIBRIS, der auch Katalogisierungsfunktionen beinhaltet.
Außerdem organisiert die Kungliga Biblioteket Ausbildungen und unterstützt mit dem Bibliothekswesen verwandte Projekte.

Die Behörde Kungliga Biblioteket

Die Kungliga Biblioteket ist eine selbstständige, dem schwedischen Bildungsministerium (Utbildningsdepartementet) direkt untergeordnete Behörde.

Die wissenschaftliche Bibliothek

Des Weiteren ist die Kungliga Biblioteket eine geisteswissenschaftliche Fachbibliothek, die für den Erwerb wissenschaftlicher Publikationen in vielen verschiedenen Sprachen verantwortlich ist.

Besuch in der Kungliga Biblioteket

Die Kungliga Biblioteket liegt im Humlegården, einer der Parke in der Innenstadt Stockholms. Die Bibliothek ist für alle offen. Personen über 18 Jahre, die einen Ausweis mit sich führen, haben die Möglichkeit Material aus den Sammlungen zu bestellen. Für Personen, die nicht in Schweden gemeldet sind oder keine schwedische Personenkennziffer haben, gelten besondere Regeln.

Senast uppdaterad: 2010-10-05
Innehållsansvar: Håkan Färje, e-post: fornamn.efternamn@kb.se

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